Liebe Leserinnen,
Wir hören es ständig: gerade jetzt prägen viele neue Herausforderungen unsere Arbeitswelt. Es war ein sehr informatives Gespräch mit Mag. Julia Bock-Schappelwein vom Wifo zu dem Thema. Resumé: wir brauchen jede Arbeitskraft…. Also ist persönliche Flexibilität gefragt. Und Mut, neues auch anzupacken. Das betrifft alle! Ob Frauen oder Männer, egal, welches Alter. Auch ich habe mich mit 58 Jahren gefragt, ob es überhaupt noch möglich ist, beruflich etwas Neues zu wagen und ob ich den Mut dafür aufbringe.
Aber den Ruf des Abenteuers hörte ich ziemlich laut, als meine geplanten Nachfolger meine Agentur früher als besprochen übernehmen wollten. Ohne Klarheit, was ich danach beruflich machen würde habe ich „JA“! zu einer noch unbeschrifteten Seite eines neuen, beruflichen Kapitels gesagt. Vielleicht war das mutig oder ein wenig verrückt – heute, zwei Jahre später kann ich euch als Podcasterin mit bald 100 geführten Interviews mit Frauen 50+ (und auch ein paar Männern) sagen: Es ist offenbar nie zu spät, diese neue Seite aufzuschlagen und mutig einen neuen Weg einzuschlagen!
Auch wenn das bedeutet, dass wir wieder einiges zu lernen haben. Das ist unter anderem auch eine der klaren Botschaften der Interviewpartnerin, Eva Wazda, 84, Jungunternehmerin, mit einer Modeboutique in Baden. Doch wie schon Eva Köck-Eripek bemerkte: „Erfolg findet außerhalb der eigenen Komfortzone statt!“
Und ich füge hinzu: Das Leben ist kurz! Warum davon Zeit verschenken?
Für jene, die meinen Podcast „Nonna:Restart! Eine berufliche Heldinnenreise 50+“ noch nicht kennen: Der Podcast begleitet Frauen in dieser Lebensphase auf ihrem Weg zu neuen beruflichen Perspektiven, bishin zur Erfüllung. Hier werden inspirierende Geschichten von Frauen erzählt, die den Schritt gewagt haben, also mutig waren und erfolgreich einen Neuanfang gestartet haben oder darüber nachdenken. Oder bereits ihre Berufung gefunden haben.
Diese Frauen sind das beste Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, sich beruflich neu zu orientieren und seine Träume zu verwirklichen oder einfach eine Chance zu ergreifen. Bereuen werden wir mit 100 Jahren nur jene Dinge, die wir nicht gemacht haben 😊. So höre ich es von Älteren. Und lese es im Buch von Bronnie Ware „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verändern werden.“
Mut zur Veränderung bedeutet auch, sich eigener Stärken und Fähigkeiten bewusst zu sein. Fragt doch mal euer Umfeld, ihr werdet womöglich überrascht sein, was ihr da alles einsammeln dürft. Viele Frauen ab 50 verfügen über eine jahrelange Berufserfahrung und ein großes Wissen, das sie in neue Herausforderungen und neue Teams einbringen können. Das hat einen Wert!
Also gilt es, diese Erfahrungen auch als wertvolles Kapital zu sehen und mit diesem Gedanken und Selbstvertrauen ausgestattet, den nächsten Schritt zu gehen. Elisa Aichinger von Deloitte meinte im Fachinterview „Überlege, welche Fähigkeiten hast und dann geht die Suche los nach Firmen, die genau das suchen.“ Inspirierend fand ich auch den Zugang von Micky Buttazzoni von BDO: „Schau was du kannst, was du willst und dann erfinde deinen Traumjob!“
Für Human Resources ManagerInnen bietet sich hier die Chance, die Potenziale von Frauen 50+ gezielt zu fördern und einzusetzen. Dadurch können Unternehmen von der Vielfalt und Erfahrung dieser Zielgruppe im Sinne der Diversity profitieren und gleichzeitig einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.
Und wenn auch ihr den Ruf des Abenteuers hört, dann spürt mal rein in euch, ob das nicht ein guter Zeitpunkt wäre, den eigenen, beruflichen Standort zu überprüfen. Sich entweder nochmals bewusst für das Bestehende zu entscheiden oder mit der Informationssammlung für Neues zu beginnen… und wie schon Manuela Lindlbauer im Interview meinte: „Wir haben schon so viel gemacht mit diesem Alter. Jetzt dürfen wir überlegen, was würde noch in mein Leben passen? Die Welt steht uns offen! Glaubt an euch!“ Meine Anmerkung dazu: Dann braucht es auch weniger Mut 🙂
Ciao, mit ermutigenden Grüßen & Sonnenschein! eure Nonna, Carina
Es ist nie zu spät, das zu werden, was du hättest sein können!
Neale Donald Walsch
Übrigens am Bild fünf bemerkenswerte Frauen v.l.n.r. mit KI/Midjourney erstellt:
Marie Curie: Marie Curie war eine Pionierin in der Wissenschaft und die erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt – und das gleich zweimal, in Physik und Chemie. Ihre Forschungen zur Radioaktivität haben nicht nur die Wissenschaft revolutioniert, sondern auch den Weg für zahlreiche medizinische Fortschritte geebnet.
Malala Yousafza: Malala Yousafzai ist eine pakistanische Aktivistin für das Recht auf Bildung, insbesondere für Mädchen. Nachdem sie 2012 von den Taliban angeschossen wurde, weil sie sich für den Zugang von Mädchen zu Bildung einsetzte, wurde sie zur weltweit jüngsten Nobelpreisträgerin. Ihr Mut und ihre Beharrlichkeit sind ein leuchtendes Beispiel für den Kampf gegen Unterdrückung.
Amelia Earhart: Amelia Earhart war eine amerikanische Flugpionierin und die erste Frau, die alleine über den Atlantik flog. Ihre Leistungen haben nicht nur die Luftfahrt verändert, sondern auch die Vorstellungen davon, was Frauen erreichen können, neu definiert. Ihr mysteriöses Verschwinden bleibt bis heute ein faszinierendes Rätsel.
Rosa Parks: Rosa Parks spielte eine zentrale Rolle in der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Ihr mutiger Akt des zivilen Ungehorsams, als sie sich 1955 weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Passagier zu räumen, führte zu einem landesweiten Boykott und war ein entscheidender Moment im Kampf gegen die Rassentrennung.
Wangari Maathai: Wangari Maathai war eine kenianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin sowie die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt. Sie gründete die Bewegung „Green Belt Movement“, die sich für Aufforstung, Umweltschutz und Frauenrechte einsetzt. Ihr Einsatz hat nachhaltige positive Veränderungen in Afrika bewirkt.










Sehr inspirierend 🙂