Margarete Schramböck: Ihr Neustart in Riad nach Konzernkarriere und Ministeramt

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Margarete Schramböck im Podcast Nonna: Restart mit Carina Felzmann

Auf einen Blick

Margarete Schramböck zog nach ihrer Konzernkarriere und dem Ministeramt nach Riad, um als Unternehmerin neu anzufangen. Im Podcast-Interview „Nonna: Restart!“ spricht die frühere A1-Chefin mit Carina Felzmann darüber, was sie an Saudi-Arabien reizt, weshalb sie vertraute Aufgaben loslässt und wie sie als junge Frau die Leitung technischer Abteilungen übernahm.

Inhalt dieser Folge
  1. „Jetzt fange ich wieder ein neues Leben an“
  2. Wie Margarete Schramböck nach Saudi-Arabien kam
  3. Die Erste in der Familie, die ins Gymnasium ging
  4. „Das Experiment hat ja funktioniert“
  5. Ministerin auf Zeit

„Jetzt fange ich wieder ein neues Leben an“

Als Margarete Schramböck mit Carina Felzmann spricht, liegt ihr 54. Geburtstag erst kurz zurück. Seit Anfang des Jahres lebt sie in Saudi-Arabien. Ihren Berufsweg teilt sie in drei Phasen: die Karriere in großen Konzernen bis zu A1, die Zeit in der Regierung und den Neustart als Unternehmerin und Boardmember.

Dass nach der Politik etwas anderes kommen würde, stand für sie von Anfang an fest. Das Amt war „auf Zeit“ gedacht. Nach viereinhalb Jahren sagte sie sich: „Jetzt mache ich ganz etwas anderes, jetzt fange ich wieder ein neues Leben an.“

Nicht jeder Schritt war planbar. Entscheidend war für Schramböck, eine vertraute Aufgabe abzugeben und eine neue Möglichkeit auch tatsächlich zu ergreifen:

„Ich glaube ganz fest daran, dass man Dinge loslassen muss, damit Neues wachsen kann. Und dass man dann natürlich auch durch die Tür gehen muss, wenn es die Möglichkeit gibt – sich trauen muss.“

Margarete Schramböck

Ob Technikleitung, Ministeramt oder Unternehmertum: Vor den Wechseln stand für sie die Frage, ob sie der neuen Aufgabe gewachsen sei. Nach der Politik wollte sie ihren nächsten Schritt gleich international wagen, in einem Land, das viele nicht erwartet hätten.

Wie Margarete Schramböck nach Saudi-Arabien kam

Saudi-Arabien interessierte sie schon länger wegen seiner Wachstumsraten. Der Kontakt entstand eher zufällig: Noch als Ministerin begegnete sie im Flugzeug dem Mann, der Aramco Digital aufbaute. Nach ihrem Rücktritt meldete sich das Unternehmen bei ihr. Sie wurde Mitglied im Board von Aramco Digital und reiste immer häufiger nach Saudi-Arabien.

Anfang des Jahres zog sie nach Riad und gründete ein Beratungsunternehmen. Neben Digitalberatung unterstützt sie Firmen, die den saudischen Markt kennenlernen und dort Projekte umsetzen wollen. Als Beispiele nennt sie Drohnenrennen der Drone Champions League und ein Kaffeeprojekt, das die Kaffeekulturen beider Länder zusammenführt.

Was sie am Land fasziniert, ist die Stimmung:

„Ich sage immer: The country is on fire. Junge Leute, die etwas bewegen wollen und sagen: Jetzt machen wir die Expo und die Fußball-Weltmeisterschaft und dieses und jenes. Da ist viel Aufbruchstimmung.“

Margarete Schramböck

Mit der arabischen Kultur hatte sie vorher wenig Kontakt. Sie erzählt von einer offenen Aufnahme und von jungen Frauen, die mit großem Ehrgeiz Karriere machen wollen. Das ist ihr persönlicher Eindruck von den Begegnungen im Land.

Die Erste in der Familie, die ins Gymnasium ging

Margarete Schramböck stammt aus St. Johann in Tirol. Ihre Eltern waren Hilfsarbeiter; der Vater arbeitete sein ganzes Leben im Sägewerk, die Mutter zuerst in einer Küche und später in der Altenpflege. In der großen Familie war Margarete die Erste, die ins Gymnasium ging und studierte. Den Ausschlag gaben zwei Frauen:

„Die eine ist meine Mutter, die immer gearbeitet hat und immer ein Vorbild war: sehr selbstständig, die alles organisiert und immer alles gecheckt hat. Die zweite war meine Volksschullehrerin. Sie hat sehr früh erkannt, dass man talentierte Kinder fördern muss.“

Margarete Schramböck

Die Lehrerin sprach mit der Mutter und ermöglichte so den Weg ins Gymnasium. An der Wirtschaftsuniversität Wien wollte Schramböck verstehen, wie ein Unternehmen funktioniert, und belegte dafür auch Kostenrechnung, Steuern und Rechnungswesen. Für ihre Diplomarbeit über den internationalen Diamantenmarkt ging sie mit einem Stipendium nach London und arbeitete bei Diamantenhändlern im Büro. Dort lernte sie die internationale Geschäftswelt kennen.

„Das Experiment hat ja funktioniert“

1995 begann sie im Finanzbereich des IT- und Telekom-Unternehmens Alcatel. Von Revision und Controlling führte ihr Weg später bis in den Vertrieb und die Geschäftsführung. Sie übernahm dabei auch Aufgaben, die andere nicht machen wollten, etwa im Inkasso oder in der Reklamationsabteilung.

Mit 26 oder 27 Jahren übernahm sie die technischen Abteilungen. Jahre später sagte ihr der frühere Generaldirektor bei einer Feier, man habe sie damals als Experiment eingesetzt, und das Experiment habe funktioniert. Ihre Antwort: „Danke, dass ich das Experiment sein durfte.“ In der Technikleitung half ihr vor allem, zuzuhören und sich auf die Menschen zu konzentrieren, die dort arbeiteten.

Mit 28 baute sie selbst einen Nachfolger auf und gab die große Abteilung ab. Sie wollte sich neuen Themen wie E-Business und Kundenbeziehungsmanagement widmen. Rückblickend sieht sie in diesem Loslassen eine Vorbereitung auf die Geschäftsführung. Nach sieben Jahren übernahm sie diese Aufgabe in einer aus Alcatel hervorgegangenen Firma.

Ministerin auf Zeit

Margarete Schramböck kam nicht aus der Politik und wollte ihre Erfahrung als CEO für den Wirtschaftsstandort einsetzen. Sie blickt auf viereinhalb Jahre mit politischem Auf und Ab und der Covid-Zeit zurück. Wichtig waren ihr Projekte mit bleibender Wirkung, etwa die ID Austria und das Digitale Amt. Am meisten Freude machte ihr die internationale Arbeit, darunter die EU-Ratspräsidentschaft.

Einen Rat für Menschen, die in die Politik gehen wollen, gibt sie bewusst nicht: „Jedes Leben schaut anders aus.“ Für sich selbst zieht sie diese Bilanz:

„Ich möchte die Erfahrung nicht missen, es war etwas ganz Besonderes. Und man kann auch etwas zurückgeben – das war für mich auch so.“

Margarete Schramböck

Den Grund dafür sieht sie in ihrer Herkunft. Als Kind einer Arbeiterfamilie ins Gymnasium zu gehen und zu studieren, sei nicht selbstverständlich gewesen. Österreich habe ihr diesen Rahmen gegeben, deshalb habe sie „für eine Zeit etwas zurückgeben“ wollen.

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Carinas Blick

Margarete erzählt, wie sie mit 28 eine große Abteilung abgab, um etwas Neues auszuprobieren, und später nach der Politik noch einmal neu anfing. Mich beschäftigt daran die Frage, wann eine vertraute Aufgabe ihren Zweck erfüllt hat und Raum für etwas anderes entstehen darf.

Wenn du selbst darüber nachdenkst, was nach einer langen beruflichen Etappe kommen soll, können wir im Karrierecoaching klären, was du mitnehmen möchtest und welche neuen Aufgaben dich interessieren. Ich nutze dafür die Heldinnenreise als Methode und wir erarbeiten nächste Schritte, die zu deiner Situation passen.

Karrierecoaching mit Carina Felzmann

Transkript

Transkript: Carina Felzmann im Gespräch mit Margarete Schramböck

Automatisch erstellt und redaktionell bearbeitet. Es gilt das gesprochene Wort.

Carina Felzmann

Buongiorno und herzlich willkommen beim Podcast Nonna: Restart, eine berufliche Heldinnenreise 50+. Mein Name ist Carina Felzmann, ich bin die Reisebegleiterin für diesen Podcast. Schön, dass du heute hier bist.

(Musik)

Ich freue mich, euch einen ganz besonderen Gast vorstellen zu dürfen. Herzlich willkommen, liebe Margarete Schramböck!

Margarete Schramböck

Hallo, freut mich, dass ich da bin.

Carina Felzmann

Sie ist weit gereist. Kommst du direkt aus Saudi-Arabien?

Margarete Schramböck

Ja, gestern aus Riad.

Carina Felzmann

Ein Wahnsinn. Direkt aus Saudi-Arabien – da werden wir nachher gleich nachfragen, was die Margarete jetzt macht. Vielleicht fangen wir mit einer kurzen Vorstellung an. Liebe Margarete, ich frage alle: Wie alt bist du?

Margarete Schramböck

Ich bin jetzt im Mai 54 geworden und habe das in Tirol mit meinen Eltern gefeiert.

Carina Felzmann

Du kommst aus Tirol – von wo?

Margarete Schramböck

St. Johann in Tirol, also Unterland. Ich bin eine St. Johannerin, wie die Tiroler dazu sagen. Da komme ich ursprünglich her, da habe ich die Schule besucht, und dann bin ich nach Wien gegangen.

Carina Felzmann

Und in Wien hast du dann studiert, richtig?

Margarete Schramböck

Richtig, ich war an der Wirtschaftsuniversität, und das war sehr spannend. Dort habe ich mit dem Doktorat abgeschlossen und bin dann in die Digitalwirtschaft gegangen.

Carina Felzmann

Wenn ich das richtig gelesen habe, hast du deine Dissertation zum Thema Unternehmensberatung gemacht?

Margarete Schramböck

Ja, habe ich. Was ich aber noch viel spannender finde: Meine Diplomarbeit habe ich zum internationalen Diamantenmarkt geschrieben.

Carina Felzmann

Echt jetzt?

Margarete Schramböck

Ja, das war zu der Zeit total spannend. Ich habe ein Stipendium bekommen und bin nach London gereist. Das war für mich der erste große Eintritt in die internationale Geschäftswelt. Ich war zwar noch Studentin, durfte dort aber bei diesen Diamantenhändlern ins Büro gehen und habe dort meine Arbeit geschrieben. Das war super spannend für mich, und ich habe mir gedacht: So irgendwas Internationales wäre schon immer nett.

Carina Felzmann

Und dem bist du ja dann gefolgt. Du warst dann in einer technischen Firma und gleich auch für die östlichen Nachbarstaaten mit zuständig, stimmt das?

Margarete Schramböck

Ja. Ich bin an der WU mit dem fertig geworden, was man heute den Master nennt – damals war das der Magister –, und habe parallel bei Alcatel angefangen. Das war ein großes IT- und Telekom-Unternehmen, ein Ausstatter für technische Bereiche.

Habe ich jemals gedacht, dass ich in einem technischen Unternehmen anfange? Eigentlich nicht. Das war ein Zufall: Ich war im Center of Excellence, das es an der Wirtschaftsuniversität gegeben hat, und Alcatel war dort Sponsor. Ich habe auch im Finanzbereich begonnen, also nicht im Technischen, und habe mich von hinten nach vorne gearbeitet: von der internen Revision und dem Controlling bis hin zum Vertrieb und später zur Geschäftsführung.

Carina Felzmann

Vertrieb, also Sales, ist ja nicht selbstverständlich. Das muss man ja auch mögen. Gute Salesleute sind ja eigene Leute, oder?

Margarete Schramböck

Bei mir stand immer der Kunde im Mittelpunkt, das hat mich immer interessiert. Aber mich hat natürlich auch interessiert, wie ein Unternehmen funktioniert – das von der Pike auf zu lernen. Deshalb habe ich an der WU auch Dinge wie Kostenrechnung, Steuern und Rechnungswesen als Basis genommen. Ich bin ja von einem neusprachlichen Gymnasium in St. Johann gekommen, meine Eltern hatten damit überhaupt nichts zu tun. Da habe ich mir gedacht: Ich muss das jetzt lernen, und dann kann ich es anwenden.

So hat eigentlich meine Reise in der Wirtschaft begonnen: von der Finanz aus und in einer Branche, in der ich gedacht habe, ich bleibe da gar nicht. Aber es war dann so spannend, dass mich die Technikunternehmen nicht mehr losgelassen haben.

Carina Felzmann

Da sind ja schon ein paar aufgelistet, unter anderem warst du Chefin von A1. Für alle, die A1 nicht kennen: Das ist, denke ich, das größte Telekommunikationsunternehmen Österreichs. Das hast du geführt. Das ist ja schon eine gewaltige Heldinnenreise, würde ich sagen. Jetzt wirklich: Wie wird man Chefin von A1?

Margarete Schramböck

Ich habe damals in der Technikbranche begonnen, bei Alcatel, das war 1995, und habe relativ rasch auch Verantwortung für Teams übernehmen können. Ich habe aber auch immer „hier“ geschrien bei Aufgaben, die andere nicht machen wollten. Ich hatte Credit and Collection, ich hatte die Reklamationsabteilung, all solche Dinge. Dort habe ich mich durch alle Prozesse im Unternehmen durchgearbeitet.

Nach sieben Jahren gab es einen Verkauf einer großen Sparte – das war damals die NextiraOne, die aus der Alcatel hervorgegangen ist –, und dort bin ich Geschäftsführerin geworden. Dieses Thema war mir also nicht in die Wiege gelegt, aber irgendwie hat es sich doch ganz gut ergeben.

Carina Felzmann

Darf ich dich fragen, was deine Eltern gemacht haben?

Margarete Schramböck

Meine Eltern waren beide Hilfsarbeiter, dazu stehen sie auch. Sie haben hart und körperlich schwer gearbeitet. Sie durften zum Beispiel keine Lehre machen – das war eine ganz andere Zeit.

Carina Felzmann

So etwas kenne ich von meiner Mutter.

Margarete Schramböck

Mein Vater war sein ganzes Leben im Sägewerk. Meine Mutter hat zuerst in der Küche gearbeitet und war dann in der Altenpflege zu Hause. Trotzdem hat mich meine Mutter immer sehr unterstützt, von ihr aus ist das auch immer gegangen.

Carina Felzmann

Aber wie kommt die Margarete, die damals – weiß ich nicht – sechs, sieben, acht Jahre alt war oder dann schon ein bisschen älter, auf die Idee, nach Wien zu gehen und zu studieren, damit sie lernt, wie ein Betrieb funktioniert? Woher kommt das? Hat es so etwas in eurer Familie vorher gegeben, einen Großvater oder eine …

Margarete Schramböck

Nein, eigentlich gar nicht. Mein Opa ist aus Niederösterreich ausgewandert. Er war auf der Walz, hat in Tirol meine schöne Oma kennengelernt, ist dort hängen geblieben und hat mit ihr viele Kinder gehabt. Eine ganz große Familie – und da war ich die Erste, die studiert hat oder ins Gymnasium gegangen ist.

Ausschlaggebend waren zwei Frauen. Die eine ist meine Mutter, die immer gearbeitet hat und immer ein Vorbild war: sehr selbstständig, die alles organisiert und immer alles gecheckt hat. Die zweite war meine Volksschullehrerin. Sie hat sehr früh erkannt, dass man talentierte Kinder fördern muss, und das mit mehreren in der Klasse getan – sie hat immer extra Stunden mit uns eingelegt. Sie ist leider schon verstorben, aber sie ist sehr alt geworden, fast 100, sogar darüber. Sie hat dann auch mit meiner Mutter gesprochen und ermöglicht, dass ich ins Gymnasium gehen kann.

Carina Felzmann

Toll, schöne Geschichte! Okay, du warst dann in Wien, hast das Studium gemacht, in der Technik begonnen und dich durchgearbeitet. Ich nehme mit: Du hast aufgezeigt, wenn die anderen etwas nicht wollten – das ist ja auch eine Strategie. Gab es, wenn du jetzt darüber nachdenkst, in diesen Situationen noch eine Strategie von deiner Seite, bei der du gesagt hast: Das wäre vielleicht der Weg nach oben?

Margarete Schramböck

Eine Strategie nicht so sehr, aber ich habe eine schöne Geschichte zu erzählen. Der damalige Generaldirektor der Alcatel war schon viele Jahre in Pension, als er bei einer Feier zu mir gesagt hat: „Oh, Frau Schramböck, das Experiment hat ja funktioniert.“ Und ich habe gefragt: „Wieso?“ Ich war damals schon CEO der Dimension Data, das war eine der Nachfolgefirmen.

Und er sagte: „Wie wir damals einen Technikchef gesucht haben, haben wir gedacht: Wir haben da die Margarete Schramböck, das könnte man ja einmal mit ihr probieren. Aber es war ein Experiment.“ Ich habe dann gesagt: „Danke, dass ich das Experiment sein durfte.“ Er hat gemeint, das sei ja gut gegangen, das Experiment habe funktioniert. Und für mich war es schön zu wissen, dass sie das auch eingegangen sind.

Ich habe also immer schon Menschen gefunden, die dieses Risiko eingegangen sind oder die Chance gegeben haben, einer sehr jungen Frau, die nicht aus dem Technikbereich kam, die technischen Abteilungen zu übertragen. Ich glaube, ich war damals 26, 27 Jahre alt.

Carina Felzmann

Welche Eigenschaften braucht es dafür?

Margarete Schramböck

Wichtig war immer, zuhören zu können und den Fokus auf die Menschen zu legen, die dort arbeiten. Das heißt, ihnen die Steine aus dem Weg zu räumen und die Dinge einfacher zu machen. Das war für mich eigentlich immer das Erfolgsrezept: mitzuarbeiten, zu lernen, wie das geht, und dann mit ihnen gemeinsam die Dinge voranzutreiben. Auch den Technikern zuzuhören und dann Prozesse zu schaffen, die ihnen das Leben leichter machen.

Carina Felzmann

Und jetzt wirklich die pure Technik: Gibt es da eine gewisse Affinität, oder ist das auch ein Buch mit sieben Siegeln? Das ist ja nicht selbstverständlich.

Margarete Schramböck

Wie gesagt: Ich habe on the job gelernt, ich kam ja von der Finanz. Die Technikleitung in dem Bereich war mehr eine Managementaufgabe: Strukturen schaffen. Damals gab es keine Callcenter, wir haben ein modernes Callcenter aufgebaut und all das, was an Strukturen für einen guten Serviceablauf gebraucht wird. Das war ein Schwerpunkt.

Mein Herz hat aber schon immer für die Kunden geschlagen, und ich wusste: Ich möchte in innovative Themen investieren. Also bin ich von mir aus den Schritt gegangen und habe einen Nachfolger aufgebaut – was manchen sehr eigenartig erschien, denn da war ich wahrscheinlich … wie alt war ich da? Mit 28 habe ich meinen ersten Nachfolger aufgebaut und meinem damaligen Vorgesetzten gesagt: „Ich hätte zwei mögliche Kandidaten als Nachfolger. Ich will etwas Neues machen.“

Wir haben damals natürlich Telefonanlagen gemacht, das Klassische, stark hardwarelastig. Ich habe gesagt: Da gibt es viele Dinge, die heißen E-Business und E-Commerce. Auch das Thema Customer Relationship Management war damals am Beginn – heute ist es ganz selbstverständlich, dass man da Softwareunterstützung bekommt, Software as a Service, Cybersecurity. Ich habe damals gesagt: Man müsste etwas tun, um das Unternehmen vom Klassischen, von der Telefonanlage, in diese neuen Themen hineinzuführen. Und das würde ich gerne machen.

Somit habe ich recht jung diese große Verantwortung losgelassen. Das Loslassen spielt auch immer eine große Rolle. Ich habe dort ja viele Mitarbeiter geführt, für mein damaliges Alter. Aber dennoch das aufzugeben, um einen Schritt zu etwas Neuem zu machen – das war richtig, denn das war die Vorbereitung darauf, Geschäftsführerin werden zu können.

Carina Felzmann

Und was war der Treiber dahinter? Die Neugier, das Interesse an der Zukunft? Oder einfach grundsätzlich wieder etwas anderes zu machen?

Margarete Schramböck

Etwas zu verändern.

Carina Felzmann

Okay.

Margarete Schramböck

Etwas zu verändern – nicht nur bei mir, sondern auch für die Gesellschaft. Diese neuen Lösungen waren einfach faszinierend. Und zu schauen: Was kann ich im Unternehmen tun, damit wir da mit dabei sind, immer ganz vorne mit dabei?

Carina Felzmann

Es ist so interessant: Ich hatte Ulrike Rabmer-Koller im Gespräch, und eine ihrer Intentionen ist es, für die Gesellschaft das Thema Wasser, Wasseraufbereitung, Energiesparen aufzugreifen und auch für die anderen etwas zu tun. Es ist zwar ein Produkt, aber da klingelt etwas, das scheint mir ähnlich.

Margarete Schramböck

Ja, das ist mindestens genauso wichtig wie das Thema digitale Transformation. Das hat mich mein Leben lang begleitet. Es war nicht geplant, aber es hat sich so ergeben, und es ist etwas, das all unsere Leben verändert, im privaten wie im beruflichen Bereich. Wir sitzen jetzt da und machen einen Podcast. Hätten wir den vor 20 Jahren gemacht? Sicher nicht. Das ist das Thema, das mich immer beschäftigt und immer weiter treibt.

Carina Felzmann

Das war ja schon das Stichwort Digitalisierung, denn du warst ja auch Ministerin – da hatten wir Forschung, Digitalisierung, Wirtschaft. Wie hat es sich für dich angefühlt, in der Zeit als Ministerin? Große Aufgaben auf der einen Seite; Organisation und Strukturen konntest du schon, wobei das in der Politik ja wieder ein bisschen anders funktioniert. Wie ist es dir ergangen, so vom Feeling her: Kann ich da etwas machen, oder ist das eh alles eng?

Margarete Schramböck

Es waren viereinhalb ganz besondere Jahre mit ganz viel Erfahrung drin, weil wir natürlich starke politische Veränderungen hatten, ein Auf und Ab, ganz verschiedene Entwicklungen – und natürlich auch die Covid-Zeit, die genau da hineingefallen ist. Das war schon mit vielen neuen Erfahrungen verbunden.

Mir war immer wichtig, Dinge einfließen zu lassen, die bleiben. Dinge wie die ID Austria oder das Digitale Amt, die man heute noch verwenden kann. Das war sehr mein operativer Ansatz. Und dann war natürlich das wirtschaftliche Standortthema, das mich immer angetrieben hat: Chipindustrie, Pharma und so weiter. Ich bin heute noch davon überzeugt, dass Europa beim Standort ganz viel machen muss, um Industrien wieder anzusiedeln.

Für mich ist es schwer, zuzuschauen, was der deutschen Automobilindustrie passiert. Denn wir wissen: Forschung und Entwicklung folgen der Produktion. Das ist der Vorteil, den Asien und vor allem China jetzt haben. Die haben ganz viel Produktion, und dorthin gehen auch Forschung und Entwicklung. Ich war also immer sehr dafür, in Europa herzustellen. Da haben wir zum Beispiel die Antibiotika-Produktion in Österreich gehalten. Das waren Dinge, die mir damals wichtig waren. Und es macht mir immer alles Spaß, bei dem ich weiß: Ich kann etwas bewegen, und ich sehe einen Sinn dahinter.

Carina Felzmann

Von außen hat man vielleicht ein bisschen ein verklärtes Bild – die ist Ministerin und so. Auf der anderen Seite habe ich ja auch in die Politik hineingeschnuppert und weiß, dass nicht alles einfach ist. Denn ganz unabhängig von logischen Entscheidungen oder logischen Prozessen musst du gerade aus der Wirtschaft kommend sehr viel lernen. Die Politik ist ein eigenes Geschäft. Wie ist es dir damit gegangen?

Margarete Schramböck

Ich habe mich immer als jemand gesehen – das wussten ja alle –, der nicht aus der Politik kam und der vor allem für den Wirtschaftsstandort die Dinge aus der Erfahrung, die ich als CEO hatte, weitertreiben wollte. Das habe ich auch gemacht, dafür bin ich eingetreten. Die anderen Dinge lernt man schnell, muss man schnell lernen, und das ist auch wieder eine neue Erfahrung.

Was mir aber am meisten Spaß gemacht hat, war natürlich, auch international hinauszugehen. Innerhalb von sechs Monaten hatten wir dann die EU-Ratspräsidentschaft. Das war etwas ganz Besonderes, aber auch eine Möglichkeit, Dinge zu beeinflussen, wie eben die Industriestrategie für Europa. Sechs Monate sind zwar keine lange Spanne, aber es war trotzdem eine außergewöhnliche Erfahrung, das sehr rasch machen zu können.

Carina Felzmann

Was würdest du jenen mitgeben, die überlegen, in die Politik zu gehen? Einen der vielen Gedanken, die dir gerade kommen – man weiß es ja vorher nicht wirklich, wie es ist.

Margarete Schramböck

Ich glaube, da kann ich nicht so viel sagen, das muss jede und jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann da keinen Ratschlag geben, jedes Leben schaut anders aus. Ich glaube, man muss sich selbst überlegen: Möchte man diese Zeit in der Lebensphase, in der man gerade ist, investieren? Das hängt sicher davon ab, wo man lebt, ob man Kinder hat oder nicht, in welchem Beruf man gerade steckt.

Was ich für mich persönlich sagen kann: Ich möchte die Erfahrung nicht missen, es war etwas ganz Besonderes. Und man kann auch etwas zurückgeben – das war für mich auch so. Mit meiner Geschichte, aus einer Arbeiterfamilie kommend, in der es nicht selbstverständlich war, ins Gymnasium zu gehen, und schon gar nicht, nachher studieren zu dürfen: Österreich hat mir diesen Rahmen gegeben und die Rahmenbedingungen geschaffen, dass das möglich war. Das ist in vielen Ländern nicht möglich gewesen.

Das war für mich so besonders, dass ich mir gedacht habe: Jetzt kann ich für eine Zeit etwas zurückgeben. Da ich nicht aus der Politik kam, war das von Anfang an mein Gedanke, so habe ich es ja auch gesagt: dass ich das machen möchte, dass es ein wichtiges Thema ist – aber auf Zeit. Für mich war es nicht das Thema, in der Politik zu bleiben, sondern nach viereinhalb Jahren zu sagen: Jetzt mache ich ganz etwas anderes, jetzt fange ich wieder ein neues Leben an. Das hat mich in die Welt hinausgeführt.

Carina Felzmann

Was den einen oder die andere vielleicht ein bisschen überrascht hat. Aber offenbar hast du den Ruf des Abenteuers gehört und bist ihm gefolgt. Und jetzt sind wir natürlich sehr neugierig: Wie sieht es dort aus, wo du jetzt angekommen bist? Bist du schon angekommen, in Saudi-Arabien? Und was genau machst du dort?

Margarete Schramböck

Ich lebe jetzt in Saudi-Arabien, in Riad. Riad hat neun Millionen Einwohner, ist eine ordentlich große Stadt. Seitdem kommt mir der Verkehr in Wien ganz wenig vor – das ist alles relativ.

Das Land hat mich schon vorher fasziniert, wegen der Wachstumsraten. Ich habe mir damals einmal angeschaut: Wie sind die Entwicklungen international, welche Märkte wachsen besonders rasch und wo gibt es viele Möglichkeiten? Mit Saudi-Arabien bin ich dann eher durch Zufall in Kontakt gekommen. Ich wurde von der Aramco angefragt, die ein Digitalunternehmen aufgebaut hat. Eigentlich war ich im Flieger unterwegs mit dem, der diese Aramco Digital entwickelt hat. Der hat damals, als ich Ministerin war, bemerkt, dass ich sozusagen vom Fach bin. Wir haben über einen AI-Korridor geredet, den er dann auch tatsächlich gebaut hat.

Als ich zurückgetreten war und die Politik verlassen hatte, haben sie sich gemeldet und gesagt: „So, jetzt bist du ja frei. Jetzt könntest du eigentlich in unser Board kommen. Magst du uns nicht bei der Entwicklung dieses Digitalunternehmens helfen?“ Das ist eine Tochter der Aramco und soll innovative neue Lösungen positionieren, die Industrie Saudi-Arabiens und der gesamten Golfregion aufbauen helfen, aber darüber hinaus auch schauen, dass Lösungen, die entwickelt wurden, dem Energiesektor weltweit zur Verfügung gestellt werden. So kam ich ins Board der Aramco Digital, da bin ich Boardmember. Und dadurch sind meine Besuche in Saudi-Arabien natürlich exponentiell gestiegen.

Mit Anfang des Jahres bin ich nach Saudi-Arabien gezogen, auch mein Mann lebt jetzt mit mir dort. Und ich habe jetzt auch ein Unternehmen in Saudi-Arabien, ein Beratungsunternehmen. Auf der einen Seite mache ich Digitalberatung, aber es hat sich mehr herauskristallisiert, Firmen zu unterstützen, die nach Saudi-Arabien gehen, diesen Markt kennenlernen und dort Projekte machen wollen. Und Projekte gibt es genügend.

Das ist ein bisschen der Unterschied zu Europa: Wir haben ein ganz junges Land. 75 Prozent der Bevölkerung sind unter 35 Jahre alt, gut ausgebildet, und es gibt ganz viele Projekte. Einige kennt man aus den Medien, aber viele, sage ich einmal, der viel spannenderen kennt man bei uns gar nicht. Die laufen jetzt da unten alle. Ich sage immer: The country is on fire. Junge Leute, die etwas bewegen wollen und sagen: Jetzt machen wir die Expo und die Fußball-Weltmeisterschaft und dieses und jenes. Da ist viel Aufbruchstimmung.

Carina Felzmann

Wie geht es dir mit dem Thema Kultur? Das ist ja doch ein bisschen ein – ich sage jetzt nicht Quantensprung, denn ich habe gelernt, das ist eigentlich etwas ganz Kleines. Die Kultur ist anders als in Österreich, sehr, sehr anders. Wie kann man sich darauf einstellen? Lernt man das schnell, auch als Frau?

Margarete Schramböck

Ich hatte vorher eigentlich nicht so viel Kontakt mit der arabischen Kultur. In Saudi-Arabien sind viele im Ausland ausgebildet worden, haben in Amerika, in Australien, weltweit studiert. Das heißt, man wird sehr offen aufgenommen. Und als Frau werde ich natürlich immer wieder gefragt: Man muss als Frau keinen Schleier mehr tragen, das ist eine Familiensache und nicht mehr eine Sache des Staates.

Und als Unternehmerin: Die Frauen werden jetzt sehr gefördert. Bei uns wurde über den Führerschein berichtet, den sie machen dürfen, aber es geht weit darüber hinaus. 34 Prozent der Frauen im arbeitsfähigen Alter sind in Saudi-Arabien beschäftigt – innerhalb der letzten vier Jahre. Das heißt, von 0 auf 34 Prozent. Es gibt einen KPI, einen Key Performance Indicator: Das sollen 45 Prozent werden. Die jungen Frauen sind sehr ehrgeizig und wollen jetzt Karriere machen. Die besten Botschafterposten, in den USA und in der EU, wurden an Frauen vergeben. Wir haben Vizeministerinnen, wir haben Unternehmerinnen. 58 Prozent der Ingenieure in Saudi-Arabien sind weiblich, und auch die Start-ups sind ganz stark in weiblicher Hand.

Carina Felzmann

Das mit den Frauen in der Technik habe ich schon gehört, da waren es allerdings, glaube ich, die Emirate, die genannt worden sind. Allerdings war damals – das ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her – der Zugang so, dass die Technik offenbar kein Ansehen hatte.

Margarete Schramböck

Das ändert sich jetzt total, natürlich mit der Transformation des Landes. Im letzten Jahr sind schon 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts nicht mehr aus dem Öl gekommen, sondern aus anderen Bereichen. Da gibt es viel Transformation, digitale Transformation, aber auch andere. Es werden viele junge Unternehmen mit Ideen zu alternativen Antrieben und alternativer Energie hereingeholt. Auch die Aramco hat selbst ein Venture entwickelt, in das stark investiert wird. Es entwickelt sich eigentlich alles: vom Gesundheitswesen über die Logistik, den Transport, den Sport bis zum Tourismus. Alles ist nachzuholen, und das spürt man natürlich.

Carina Felzmann

Brauchen die womöglich einen guten Tischler?

Margarete Schramböck

Ja, es wird extrem viel gebaut.

Carina Felzmann

Ich werde kurz mit meinem Mann reden – und auf geht's!

Margarete Schramböck

Es wird extrem viel gebaut in Saudi-Arabien, weil sich ja auch die Art zu leben ändert. Nicht mehr in diesen ganz großen Häusern, in denen die Familien ganz zusammengelebt haben, sondern viele Junge ziehen aus, auch junge Frauen. Sie kommen aus den Regionen, gehen zum Beispiel nach Riad, wo es sehr pulsierend ist, haben dort einen Job und folgen sozusagen dem Job. Gesellschaftlich ändert sich im Moment sehr, sehr viel, es ist in Bewegung – und natürlich auch wirtschaftlich.

Darum ist der Markt so interessant, und viele kommen zu mir und sagen: Ich will dort etwas machen, was kann man dort tun? Ich habe zum Beispiel die Drone Champions League nach Saudi-Arabien gebracht – das ist so etwas wie Formel 1 mit Drohnenrennen, ein österreichisches Unternehmen. Die Saudis haben ja einen starken Fokus auf E-Sports. Oder ich habe ein Projekt im Kaffeebereich mit [Partner, im Audio „Peter und Maya“], bei dem wir Kaffee nach Saudi-Arabien bringen und die Kaffeekultur Saudi-Arabiens mit der österreichischen zusammenbringen. Ich versuche immer, mit den Unternehmen, mit denen ich zusammenarbeite, ein größeres Projekt daraus zu machen, als sie es sich erwartet haben. Das sind jetzt nur zwei Beispiele.

Carina Felzmann

Wenn man dir so zuhört, höre ich sehr viel Dynamik und Transformation im Land. Wie wird es sich weiterentwickeln? Es ist wahrscheinlich zu früh, du bist gerade erst übersiedelt – aber kannst du dir vorstellen, was in fünf, zehn Jahren sein könnte? Könnte es noch ein weiteres berufliches Kapitel geben?

Margarete Schramböck

Die erste Phase war die klassische Karriere in Corporates, also in großen Konzernen, bis zur A1, die du erwähnt hast. Die zweite Phase war, in der Regierung zu sein. Und die dritte ist jetzt, mich ganz neu als Unternehmerin und Boardmember zu erfinden – aber auch mit einer schönen Aufsichtsratsfunktion in Österreich, in einem Industrieunternehmen. Wir machen Hochsicherheitsfolien: 75 Prozent der Banknoten weltweit haben Features, die aus Österreich kommen. Das weiß man nicht. Auf dem Euro, auf dem Schweizer Franken – überall gibt es diese Hochsicherheitslösungen und Folien, die aus Österreich kommen und in Oberösterreich erzeugt werden.

Carina Felzmann

Ist das auch mit dem AIT verbunden? Das habe ich einmal wahrgenommen.

Margarete Schramböck

Die arbeiten sicher mit ihnen zusammen. Das ist so eine Erfolgsgeschichte: ein Hidden Champion, made in Austria, der seine Produkte eigentlich weltweit exportiert.

Das sind also meine Schwerpunkte, diese drei: Das eine sind die Boardfunktionen, das zweite ist mein eigenes Unternehmen, das dritte sind Investitionen in Start-ups, im KI-Bereich, im Telekom-Bereich. Ein deutsch-holländisches Start-up habe ich nach Saudi-Arabien gebracht, das dort jetzt auch eine Investition bekommen hat. Die machen Infrastruktur für Smart Cities.

Carina Felzmann

Ich mache mir also keine Sorgen, was sich auf deiner Reise noch ergeben wird. Da tut sich viel, ich sehe unglaublich viele Chancen. Und mit jedem Jahr und deinen erweiterten Netzwerken wird sich wieder etwas Weiteres ergeben. Planen konnte man das definitiv nicht, nach Saudi-Arabien zu gehen.

Margarete Schramböck

Nein. Aber es sind zwei Dinge. Ich erinnere mich immer: Frau [Name unsicher, im Audio „Heidger“] hat einmal ein Buch geschrieben, das hieß „Harte Schnitte, neues Wachstum“. Und ich glaube ganz fest daran, dass man Dinge loslassen muss, damit Neues wachsen kann. Und dass man dann natürlich auch durch die Tür gehen muss, wenn es die Möglichkeit gibt – sich trauen muss.

Als ich damals in die Technik gesprungen bin, habe ich mir natürlich auch überlegt: Kann ich mit 27 technische Leiterin werden?

Carina Felzmann

Und du konntest.

Margarete Schramböck

Ich konnte. Dann war es auch das, in die Politik zu gehen: Kannst du Ministerin sein?

Carina Felzmann

Und du konntest.

Margarete Schramböck

Und dann habe ich mir gedacht: Was mache ich jetzt? Und jetzt mache ich es gleich international, in einem Land, das vielleicht viele nicht erwarten – in dem es aber spannend ist, diese Veränderung mitzuerleben.

Carina Felzmann

Ich wünsche dir alles, alles Gute. Ich könnte dir ewig zuhören, das würde noch ein, zwei Episoden füllen. Schauen wir mal, wir sehen uns sicher wieder. Ich wünsche dir alles, alles Gute auf deinem Weg – euch natürlich gemeinsam. Möge das Abenteuer gelingen! Alles Gute, Margarete.

Margarete Schramböck

Danke, danke für deine Einladung und ganz viel Glück für deinen Podcast.

Carina Felzmann

Dankeschön, ciao!

Über Margarete Schramböck

Zum Zeitpunkt des Gesprächs lebte Margarete Schramböck in Riad, führte dort ein Beratungsunternehmen, war Boardmember von Aramco Digital und Aufsichtsrätin eines oberösterreichischen Industrieunternehmens. Davor war sie in Technikunternehmen bis an die Spitze von A1 tätig und viereinhalb Jahre Ministerin.

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Über Carina Felzmann

Carina Felzmann ist Coachin und Trainerin für Kommunikation und soziale Intelligenz. Sie hat 25 Jahre lang eine eigene Marketing- und PR-Agentur geführt, war in der Politik tätig und ist heute Vortragende und Podcasterin. In „Nonna: Restart!“ spricht sie mit Menschen über ihren beruflichen Neubeginn – und ist selbst Nonna von drei Enkelkindern.

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